Die Altherren des Hermsdorfer SV haben das erste Pflichtspiel des Jahres erfolgreich bestreiten können und sind mit einer wahren Energieleistung in Unterzahl und einem Elfmeter-Krimi beim DJK Sokol Ralbitz/Horka ins Viertelfinale des Kreispokalwettbewerbes eingezogen. Dieser Sieg ist jedoch sehr teuer erkauft worden, denn der bis dahin bärenstarke Stefan Randhahn musste kurz vor der Halbzeit nach einem rüden Foul mit Verdacht auf Schlüsselbeinbruch verletzt ausscheiden. Es droht leider eine monatelange Zwangspause. Das Spiel in Ralbitz-Rosenthal

wurde auf einem sehr unebenen welligen Hartplatz ausgetragen – eine Zumutung für die Spieler, da das Geläuf ein hohes Verletzungsrisiko barg und ein normales Fußballspiel fast unmöglich machte. Von Beginn an entwickelte sich eine sehr intensive Begegnung, beide Teams agierten äußerst kampfstark mit etwa ausgeglichenen Spielanteilen, wobei die Hermsdorfer die deutlich klareren Einschussmöglichkeiten besaßen. Rico Kühne und Dennis Laszlo scheiterten jeweils im eins gegen eins am generischen Torhüter und ein schulmäßiger Kopfball von Dennis Laszlo nach Rico Kühnes schöner Flanke verfehlte das Gehäuse der Gastgeber nur ganz knapp. Nach einer halben Stunde zückte der ansonsten souverän leitende Schiedsrichter plötzlich und völlig überraschend die rote Karte gegen den Hermsdorfer Kapitän Daniel Kühne. Ungläubiges Erstaunen rundherum und Fassungslosigkeit bei den Gästen! Der Unparteiische wertete eine Geste des Kapitäns als versuchtes Nachschlagen. Diese Interpretation hatte er wohl exklusiv - eine wirklich sehr harte Entscheidung zu diesem frühen Zeitpunkt des Spiels! Kurz darauf der nächste Tiefschlag für den HSV mit der bereits beschriebenen schweren Verletzung von Stefan Randhahn… Wie die Hermsdorfer Spieler danach zu zehnt den Kampf annahmen, gebührt höchsten Respekt! In Unterzahl lieferten sie einen beeindruckenden Fight und rangen dem Kontrahenten weiter ein ausgeglichenes Spiel ab. Auch in der zweiten Halbzeit besaßen die Gäste die besseren Torchancen durch Rico Kühne und dem eingewechselten Florian Sennhenn. Nach einer guten Stunde gelang Rico Kühne nach tollem Vertikalpass von Rico Kmoch die umjubelte 1:0-Führung und der gleiche Spieler hätte nur wenig später auf 2:0 stellen und damit eine Vorentscheidung herbeiführen können, doch die Querlatte verhinderte den zweiten Treffer. Zum Ende hin nahm der Druck der Gastgeber zu und die Hermsdorfer wurden mehr und mehr in die Defensive gedrängt. Fünf Minuten vor Ultimo fiel dann doch noch der Ausgleich für die Platzbesitzer. Aufopferungsvoll kämpfend überstanden die dezimierten Hermsdorfer die Schlussminuten ohne weiteren Gegentreffer und retteten sich ins nun fällige Elfmeterschießen. In diesem parierte Torhüter Mirko Jeremias gleich den ersten Versuch der Gastgeber und in der Folge verwandelten mit Rico Ruhland, Heiko Zimmermann, Rico Hampel und Rico Kühne alle vier Hermsdorfer Schützen. Als der letzte Ralbitzer seinen Versuch an den linken Pfosten setzte, war der Jubel im HSV-Lager groß, diese denkwürdige Partie am Ende siegreich gestaltet und somit wieder einmal die zweite Pokalrunde erreicht zu haben.
Bereits am kommenden Montag, den 24. März 2025 trifft der HSV in einem Testspiel auf den SV Grün-Weiß Ebersbach, der Anstoß im Stadion an der Frankenfurt in Ottendorf-Okrilla erfolgt um 19.00 Uhr.