Der Sport brauchte nach dem 2.Weltkrieg in Hermsdorf einige Jahre, ehe er zu neuem Leben erweckt wurde. Lediglich an einem Tag im Jahr, zum Parkfest, fand sich eine Fußballmannschaft zum Pokalturnier zusammen.1961 wurde eine eigene Schulsportgemeinschaft (SSG) in Hermsdorf gegründet. Bis dahin war man der Sportgemeinschaft Weixdorf angeschlossen. Dem Träger Schulsportgemeinschaft schlossen sich weitere Sportinteressierte an. Die Sektionen Handball, Turnen/Gymnastik begannen, beziehungsweise führten ihre Arbeit weiter. Zu welch sportlichen Leistungen Hermsdorfer Kinder und Jugendliche fähig waren, zeigte sich, als bald nach der Gründung der SSG die Mannschaft der Handballmädchen unter ihrem erfahrenen Trainer Siegfried Wengel den Kreis- und Bezirkstitel holte und sich auch noch den dritten Platz bei den DDR-Meisterschaften erspielte.

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1961 wurde eine eigene Schulsportgemeinschaft (SSG) in Hermsdorf gegründet. Bis dahin war man der Sportgemeinschaft Weixdorf angeschlossen. Dem Träger Schulsportgemeinschaft schlossen sich weitere Sportinteressierte an. Die Sektionen Handball, Turnen/Gymnastik begannen, beziehungsweise führten ihre Arbeit weiter. Zu welch sportlichen Leistungen Hermsdorfer Kinder und Jugendliche fähig waren, zeigte sich, als bald nach der Gründung der SSG die Mannschaft der Handballmädchen unter ihrem erfahrenen Trainer Siegfried Wengel den Kreis- und Bezirkstitel holte und sich auch noch den dritten Platz bei den DDR-Meisterschaften erspielte. Die Betreuung der Mannschaften lag in den Händen von Hermsdorfer Sportbegeisterten, die dafür viele Stunden ihrer Freizeit opferten. Das Frauenturnen, auch in dieser Zeit gegründet, erfreut sich heut noch großer Beliebtheit, während andere Gruppen wieder eingeschlafen sind.

Im Jahr 1963 gründete G. Siegesmund unter anderem mit Rudi Grumt, Walter Ulm, Siegfried Junitz und Kurt Peschel mit zwei Herrem Mannschaften, den Alten Herren und den Junioren die Sektion SG Hermsdorf. Zuvor hatte es schon Mannschaften, aber kein Punktspielbetrieb gegeben. Die Fußballer spielten nach dem Sofortigen Aufstieg in den obersten Spielklassen des Kreises Kamenz / Dresden Land.

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Nicht nur zum Training fanden sich die Sportler zusammen, sie halfen auch beim Bau von Sozialräumen und Sanitäranlagen nahe dem Sportplatz. An unbezahlten Leistungen hatten sie bis 1984 fast 10000 Stunden erbracht. Unter dem Motto "65 Jahre Sport in Hermsdorf - 25 Jahre Fußball" beging die Sportgemeinschaft Hermsdorf Ende August 1989 eine Festwoche. Hier wurde auch den Sportlern und Freunden des Sportes bei der Einweihung des neuen Sportheimes für die geleistete Arbeit gedankt.

Die Bauleitung lag in den Händen von Günter Siegesmund, der neben Helfern wie Frank Scholz, Bernd Borowski, Wolfgang Peschel, Jürgen Streller, Ronald Schütze und Uwe Kempe die meisten freiwilligen Arbeitsstunden erbrachte. In den Jahren 1984 bis 1989 war das Heim im Wert von 130 000 Mark mit Duschraum, Umkleidekabinen und dem nötigen Zubehör entstanden. Die Kegelbahn war zu dem Zeitpunkt noch nicht fertig gestellt. Bald danach kam die politische Wende.

Die Gemeinde blieb auch danach Eigentümerin der Sportanlage. Zwei Männer - und zwei Kindermannschaften trainierten Fußball und trugen Spiele unter dem Namen Hermsdorfer SV auf dem Sportplatz aus, der bei dieser Belastung ziemlich beansprucht wurde und dringend eine neue Decke benötigt hätte. 1995 hatte die Gemeinde ihre zur Verfügung stehenden Mittel in die Fertigstellung der Kegelbahn gesteckt, die von Anfang an voll ausgelastet war und verpachtet wurde. Die idyllische Lage und das gute Essen der "Waldgaststätte Kegelbahn" bringen viele Gäste, die hier sogar Familienfeiern und Klassentreffen abhalten.

Zu den Sportarten Volleyball, Popgymnastik und Judo treffen sich Sportlerinnen und Sportler weiter in der Turnhalle. Der Judogruppe, die seit 1972 besteht und sich auch aus der Schulsportgemeinschaft heraus entwickeltem wurde im Sommer 2000 vom Landratsamt und von Sponsoren eine Spezialmatte für ihr Training gestiftet, auf der auch Wettkämpfe ausgetragen werden können.

Seit Oktober 1998 bestimmten Baugeräte das Geschehen auf dem Sportplatz. Fußball konnte auf dem Ersatzfeld gleich nebenan weiter gespielt werden. Die feierliche Übergabe des 531000 D-Mark teuren neuen Platzes mit zwölf Flutlichtern und einer modernen, aus einem Brunnen gespeisten Beregnungsanlage und dem zusätzlich geschaffenen Kleinfeld-Kunstrasenplatz war im Sommer 1999. Dazu war auch das Sportheim von seinen Nutzern wieder in vielen freiwilligen Arbeitsstunden frisch herausgeputzt worden.

Bis zum Frühjahr 2000 mussten sich die Spieler, die über all die Jahre hinweg in der obersten Spielklasse des Kreises Dresden-Land bzw. Kamenz gespielt hatten, allerdings noch gedulden, bis der Naturrasenplatz zur Nutzung freigegeben wurde.

Die Tradition des Turniers um den Parkfestpokal besteht bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht mehr.

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Quellen:

- Hermsdorf - Eine Chronik, Verlag: Andreas Zumpe (2002), S.182-185, ISBN 3-9808371-0-6

- Sächsische Zeitung

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